Kundengewinnung mit Herz: Wie du als Coach die ersten Schritte gehst – ganz ohne Technik-Frust
Du bist Coach – vielleicht sogar erst seit Kurzem – und brennst dafür, Menschen mit deiner Erfahrung weiterzubringen. Du hast in deinem Leben schon viel gemeistert, Krisen überstanden und Erfolge gefeiert. Jetzt möchtest du diese wertvolle Expertise endlich weitergeben.
Aber mal ehrlich: Fühlst du dich manchmal wie im falschen Film, wenn es um das Thema „Kunden finden“ geht? Begriffe wie Algorithmus, Funnel oder Conversion klingen für dich eher nach Stress als nach Erfüllung? Keine Sorge, damit bist du absolut nicht allein.
Viele Coaches, die wie du mit Mitte 40 oder als fitte Ü60-Quereinsteiger starten, stellen sich die gleiche Frage: „Wie finden mich die richtigen Menschen, ohne dass ich mich in den Tiefen des Internets verliere?“
Die gute Nachricht: Erfolg im Coaching braucht keinen „Technikzauber“. Hier sind drei bodenständige und bewährte Schritte, mit denen du Kunden gewinnst – authentisch, entspannt und ganz ohne digitalen Stress.
Schritt 1: Dein wertvollster Schatz – Das persönliche Netzwerk
Oft höre ich von angehenden Coaches: „Ich kenne doch niemanden, der ein Coaching braucht.“ Aber das ist meist ein Trugschluss. Dein Netzwerk besteht nicht nur aus potenziellen Kunden, sondern aus Multiplikatoren. Deine bisherigen Kontakte aus dem Berufsleben, dem Bekanntenkreis oder alten Hobbys kennen dich bereits als verlässliche Persönlichkeit.
So gehst du vor: Es geht nicht darum, jemandem etwas „aufzuschwatzen“. Es geht um Information. Schreib eine kurze, persönliche Nachricht oder greif zum Telefon. Ein Beispiel für dich:
„Liebe/r [Name], ich habe mich nach meiner Zeit als [früherer Beruf] nun als Coach selbstständig gemacht. Ich begleite jetzt Menschen dabei, [dein Thema, z. B. nach dem Berufsleben wieder neuen Sinn zu finden]. Falls du jemanden in deinem Umfeld hast, für den das spannend sein könnte, freue ich mich riesig, wenn du mich weiterempfiehlst!“
Sabine, eine ehemalige Lehrerin (52), hat so ihre ersten drei Klienten gewonnen – ganz ohne Website, einfach durch ein echtes Gespräch. Die Leute vertrauen dir bereits; du musst ihnen nur sagen, dass du jetzt für sie da bist.
Schritt 2: Ein digitaler „Ankerpunkt“ – Weniger ist mehr
Vielleicht denkst du, du brauchst sofort eine riesige, blinkende Website oder musst täglich auf Instagram tanzen. Bitte lass das! Für den Start reicht eine einfache digitale Visitenkarte. Es geht nur darum, dass man dir „etwas Schwarz auf Weiß“ schicken kann, wenn jemand nachfragt.
Die „Ein-Seiten-Strategie“: Eine einzige, klare Seite im Internet reicht völlig aus. Dort sollte nur das stehen, was dein Gegenüber wirklich wissen muss:
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Deine Geschichte: Warum tust du, was du tust? (Hier punktet deine Lebenserfahrung!)
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Das Ergebnis: Welches konkrete Problem löst du für deine Kunden?
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Der Kontakt: Wie kann man dich erreichen? (Telefon oder E-Mail reicht).
Peter (58), Karriere-Coach, nutzt genau so eine einfache Seite. Er sagt: „Es gibt mir Sicherheit, dass ich Interessenten einfach einen Link schicken kann, der professionell aussieht, ohne dass ich Informatik studiert haben muss.“
Schritt 3: Das Kennenlernen – Dein Empathie-Vorsprung
Wenn sich jemand meldet, ist die Aufregung oft groß. „Was sage ich bloß? Wie verkaufe ich mich?“ Die Antwort ist: Gar nicht. Dein größtes Plus ist dein echtes Interesse am Gegenüber.
Das entspannte Kennenlern-Gespräch: Lade Interessenten zu einem 20-minütigen „Kennenlern-Kaffee“ ein – ob am Telefon oder per Video-Call (Zoom ist übrigens viel einfacher, als es oft aussieht!).
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Zuhören: Lass die Person erzählen, wo der Schuh drückt.
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Verbindung: Teile eine kurze Anekdote, die zeigt, dass du das Problem verstehst.
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Einladung: Wenn du merkst, dass du helfen kannst, sag einfach: „Ich glaube, ich habe da einen Ansatz für dich. Sollen wir das mal gemeinsam angehen?“
Karin (47) hat so aus einem einzigen Telefonat zwei begeisterte Kundinnen gewonnen. Sie hat nicht „verkauft“, sie hat geholfen.
Warum gerade jetzt deine Zeit ist
In einer Welt, die immer schneller und digitaler wird, suchen Menschen nach Halt, Weisheit und echter Erfahrung. Genau das bringst du mit. Du musst das Rad nicht neu erfinden und dich nicht in komplizierte Funnels stürzen, die dich nur wertvolle Energie kosten.
Diese drei Schritte bauen auf dem auf, was du ohnehin am besten kannst: Zwischenmenschliche Beziehungen pflegen und zuhören. Du kannst in deinem eigenen Tempo wachsen, ohne dich zu überfordern.
Wenn du bereit für den nächsten Schritt bist…
Falls du irgendwann merkst, dass du zwar mehr Kunden möchtest, aber die Technik weiterhin nicht dein Hobby werden soll, gibt es Lösungen. Man kann Systeme so aufbauen, dass sie im Hintergrund für dich arbeiten, während du dich voll und ganz auf deine Klienten konzentrierst. Man nennt das „Automatisierte Umsatzschienen“ – aber das ist ein Thema für später, wenn dein Fundament steht.
Dein nächster kleiner Schritt: Trau dich und schreib heute einfach mal drei Menschen aus deinem Telefonbuch an. Du wirst staunen, wie viel positive Resonanz zurückkommt, wenn du einfach authentisch sagst: „Hier bin ich, und das tue ich.“
Ich wünsche dir viel Freude beim Loslegen. Du hast so viel zu geben – die Welt wartet auf deine Expertise!
Herzliche Grüße, Helga
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